Bf onlineshop small logo
71% Originalität

Bergfreunde.de ziehen um auf Oxid 6.0

Bergfreunde.de zu 100% Online-Shop und zu 100% auch authentisch. Das spiegelt der Online-Shop wieder. Die Produktabbildungen sind aussagekräftig, die Produktinformationen liebevoll formuliert und die Bilder zeigen die wahren Emotionen am Berg.

Wir haben uns mit Sebastian “Seb” Staendecke – Head of Marketing & Product Europe und Melanie “Melli” Giebler – Teamlead Product Management unterhalten. So authentisch wie der Online-Shop wirkt, sind auch seine Mitarbeiter.

Ihr habt mit eurem Shop alles richtig gemacht! Herzlichen Glückwunsch zum Shop Usability Award in der Kategorie „Sport & Outdoor“. Wo nehmt ihr die inspirierenden Fotos auf eurer Website her?

Seb: Die Fotos stammen aus den verschiedensten Quellen – wir versuchen allerdings Stockimages soweit es geht zu vermeiden. Neben Herstellerbildern greifen wir dafür vor allem auf Bilder zurück, die Bergfreunde-Mitarbeiter von ihren Touren mitbringen. Unser Motto: ein authentisches Motiv ist wichtiger als technische Perfektion.

Ein echter Schub für unser Bilderarchiv sind auch dafür ausgelegte Aktionen mit Mitarbeitern: vergangenen Sommer waren wir beispielsweise mit einem großen Teil des Teams und mehreren Hobbyfotografen aus unserem Team für ein Wochenende auf einer Hütte im Kleinwalsertal. Dieses Jahr geht es nochmal für ein Shooting an den Fels und außerdem schon bald nach Wales. 



Und wie schafft ihr es, diese einheitliche Bildsprache konsistent durchzuhalten?

Seb: Es ist uns ein Anliegen und Überzeugung. Wir würden keine Bilder veröffentlichen in denen falsche Sicherungstechniken oder blitzblanke Schuhe zu sehen sind. Damit sortieren wir rigoros viele Bilder aus. Außerdem ist unser internes Grafik-Team ein großer Vorteil: sie kennen die Marke Bergfreunde und lassen nichts durch, was nicht dazu passt…lieber suchen wir noch etwas weiter. 

Mit eurem „Basislager“ - eurem Blog - habt ihr einen tollen redaktionellen Bereich. Wer schreibt hier für euch? Und wie viel Aufwand ist das für euch jede Woche?

Seb: Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten – es ist eine kleine Heerschaar, die unser Social Media Manager und Basislager-Chefredakteur Jörn koordiniert. Für spezialisierte Themen haben wir ein Netzwerk freier Mitarbeiter, die selbst draußen unterwegs sind oder gar als Bergretter oder Bergführer aktiv sind. Zudem ist jeder Kollege eingeladen etwas zum Blog beizutragen - mit Berichten von Touren oder Erfahrungen zu Produkten aus erster Hand.

Klar ist, dass ein qualitativ hochwertiger Beitrag schon auch einiges an Aufwand bedeutet – da fließen jeweils mehrere Stunden Arbeit hinein. In Summe ist so ein Blog ein Vollzeitjob. 

"Frag unseren Experten" kommt ebenfalls sehr sympathisch rüber. Wie nehmen die Kunden diese Hilfe an? Bedeutet das für euch große Mehrarbeit? Mehrarbeit, die sich rechnet?

Melli: Wir bekommen regelmäßig das Feedback, dass unsere Kunden es sehr schätzen, bei uns mit echten Profis zu sprechen. Das ist uns wichtig, denn wir sind der Meinung nur so können wir unsere Kunden richtig beraten – was ihnen und uns ein gutes Gefühl gibt.

Wir vereinen hier im Team geballte Outdoor- und Kletterkompetenz – natürlich nutzen wir das für uns und zeigen es  auch nach außen. Unsere Gearheads sind Experten in der Kletterhalle, am Berg oder bei sonstigen Outdoor-Aktivitäten. Das ist für uns auch ein Auswahlkriterium, da wir uns einig sind, dass sich das auszahlt. So können wir jedem -  vom Anfänger bis zum Profi - das passende Produkt anbieten. Immerhin meldet sich im Schnitt jeder vierte bis fünfte Kunde bei uns im Kundenservice – da ist es uns wichtig, dass sich jeder dieser Kunden optimal bei uns aufgehoben fühlt. 

Ihr habt euren Shop auf OXID eSales aufgebaut und dann technisch inhouse weiterentwickelt. Welche Funktionen habt ihr euch selbst gebastelt?

Melli: Als erstes fällt mir hier unser Größenrechner für Kletterschuhe ein. Dieser basiert auf tausenden von Kundendaten und ist in der Branche einzigartig. Ein weiteres Beispiel sind unsere Collectionpages, die es uns ermöglichen, große Themengebiete mit Videos, Texten und großen Bildern, kompetent und ausführlich für den Kunden darzustellen. Oder auch unser Contributions – unsere inzwischen ganz schön große Community hat dadurch die Möglichkeit, die Produkte zu bewerten, Bilder vom persönlichen Gebrauch hochzuladen oder dem Kundenservice produktspezifische Fragen zu stellen die dauerhaft für alle sichtbar bleiben.

Aber auch in technischer Hinsicht, und für den Kunden daher nicht unbedingt sichtbar, entwickeln wir uns ständig weiter, sei es z.B. im SEO-Bereich oder auch in speziellen Marketinglösungen, die wir für uns selbst entwickelt haben. Außerdem stecken wir gerade mitten in einem technischen Relaunch. Ich möchte hier noch nicht zu viel verraten, aber wir machen im Zuge dessen, z.B. mit unserem Umzug auf React im Frontend,  einen großen Schritt nach vorne. 

Im Blog Exciting Commerce wird ja häufig moniert, dass die Softwarelösungen das Hauptproblem im deutschen e-Commerce sind. Seht ihr das auch so?

Melli: Wie schon gesagt stecken wir gerade mitten im Relaunch-Projekt. Mit dem Umzug auf die neue Oxid 6.0 vertrauen wir hier weiterhin auf unseren langjährigen Partner. In dessen Softwarelösung finden wir eine gute Ausgangsbasis – dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir nur durch Eigenentwicklungen eine Möglichkeit zur Differenzierung haben. Keiner kennt unseren Shop und unsere Kunden so gut wie wir – diesen Input nutzen wir.

Unsere Entwickler stellen sich hier fortlaufend neuen Herausforderungen, denn was uns antreibt ist es, unseren Shop immer und immer weiter zu neuen Höhen zu bringen. Gerade deshalb sind wir laufend auf der Suche nach Leuten die Bock haben, mit uns gemeinsam diesen Weg zu gehen. 

Sind Alexa und Google Home für euch ein Thema? Wie bereitet ihr euren Shop auf die Sprachsuche, die sicher kommen wird, vor?

Seb: Ja und nein – es ist noch kein Thema das wir aktuell bearbeiten, aber es gibt erste Diskussionen dazu. Da wir im Shop mit führenden Toolanbietern für z.B. die Suche zusammenarbeiten, suchen wir auch mit diesen den Dialog um herauszufinden ob beispielsweise die Sprachsuche auf deren Roadmap steht. Für Shops unserer Größe kann der Anspruch ja nicht sein so etwas selbst zu entwickeln, sondern mit Best in Class Partner zusammen zu arbeiten.

Tatsächlich sehen wir Alexa und Co als eine relevante Entwicklung in der eCom-Landschaft – auch weil die GAFA-Player ihre Position damit weiter festigen können. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass auch andere Händler davon profitieren können: warum sollte Alexa nicht künftig auch Bergfreunde-Kunden informieren wie der Status einer Bestellung ist? Und den ersten Traffic von Dots und Co sehen wir ja schon heute auf unserer Seite.