Auf den ersten Blick werden die Shops beim Shop Usability Award jedes Jahr besser. Die Designs beeindrucken und lassen die alten Internetzeiten schnell vergessen. Shops sind heute schön – aber leider nicht unbedingt besser.

Über Geschmack lässt sich streiten, deshalb ist die Diskussion nach dem Award auch jedes Jahr relativ groß. Dabei bedeutet gutes Design nicht unbedingt auch gute Usability. Ein Shop soll leicht erlernbar und leicht nutzbar sein – dann ist eine gute Usability gegeben und der Shop gut nutzbar.

Allein nach diesen Kriterien ist aber weder ein Kunde zu begeistern noch ein Award zu gewinnen. Durch die gute Nutzbarkeit ist ein Shop noch lange nicht erfolgreich und beim Kunden begehrlich. Neben der Usability und Qualität zählen nämlich auch die Glaubwürdigkeit, die Einkaufsfreude, die Inspiration und die Kaufb eratung. Diese Faktoren sind wie ein Fingerabdruck eines Online-Shops. Diese Faktoren machen den Shop einzigartig, besonders und machen ihn begehrlich – es entsteht eine Marke: Branding!

Shoplupe® kombiniert als einer der ersten Dienstleiser die mächtigen Faktoren Usability als Qualitätsfaktor und Branding als Faktor für Einzigartigkeit. Thema der vielen Workshops und Diskussionen sind:

„Was macht der Shop besonders gut, was ist die Kompetenz, wo kann die Besonderheit liegen.“

Daraus entsteht die UXstory® als Basis für künftige konzeptionelle Weiterentwicklungen. Der Shopbetreiber soll sich selbst kennen lernen und seinem Shop eine Identität geben. Der Kunde wird die Besonderheit im Shop spüren. Im Erfolgsfall profitiert der Shopbetreiber davon, dass sein Shop begehrlich wird und aus Einmalkunden echte Stammkunden und Fans werden. Dass Stammkunden weit höhere Conversion Rates liefern als Erstkunden ist eh für viele schon bekannt.

Die Identitätskrise als eigentliches Usability Problem

Neben den klassischen Usability Fehlern haben Shops heute vor allem eine Identitätskrise. Jeder Shop sieht gleich aus und fühlt sich für den Kunden gleich an. Es fehlt die Leidenschaft und die Besonderheit. Der Shop ist ersetzbar und auch zufriedene Kunden können sich nicht mehr an den Shop erinnern. Ein massives Problem, wenn der Shopbetreiber immer um den Neukunden kämpfen muss. Viele Markenartikel Hersteller haben inzwischen einen eigenen Shop und waren zum ersten Mal beim Shop Usability Award dabei.

Es war in der Auswertung schnell erkennbar, dass die Marken viel Geld für den Shop gelassen haben. Feinstes Design nach Corporate Identity kombiniert mit komplexer Technik und SAP-Anbindung. Unter den Gewinnern war aber nur einer – alle anderen Hersteller sind schon sehr früh aus dem Rennen geflogen, weil sie bereits in der Vorbewertung nicht wirklich punkten konnten. Die Shops wirken häufig übertrieben gestaltet und erfüllen die eigentliche Aufgabe nur wenig. Ein Shop soll auch verkaufen! Dazu gehört beraten, inspirieren, präsentieren… die Shops wirken allerdings häufig gequält emotional, lieblos und leblos.

Usability Branding – die Kombination des Erfolges

Branding hat mit Design zu tun – Branding hat aber vor allem mit einem Gefühl zu tun. Der User soll merken, dass er hier in einem besonderen Online-Shop ist. Die Einzigartigkeit muss spürbar gemacht werden.

Das Shopsystem kann nur die Basis liefern

Das Shopsystem ist die Basis für e-Commerce und der Shopbetreiber entscheidet was er damit macht. Dabei wird häufig missverstanden, dass ein guter Shop nicht um jeden Preis umprogrammiert und umgestaltet werden muss. Nicht das Template bringt den Erfolg, sondern wie sinnvoll und passend diese Hülle befüllt wird. So ist es wieder erstaunlich, dass mit burlesque-dessous.de ein Shop gewonnen hat, der sich weitgehend am Shopware Standard orientierte. Die Shopbetreiber verkaufen mit Leidenschaft und Liebe zum Detail, das konnte auch letztes Jahr mit dem Online-Shop von DMAX bewiesen werden.

Shopware bietet mit den Shopware Einkaufswelten eine gute Chance vom Standard der Produktlisten abzuweichen. Verkaufen heißt nicht Produkte auflisten und filterbar machen. Dazu braucht der Shopbetreiber gute Ideen und die hat er erst, wenn er sich selbst und seine Stärken kennt.